Lohnsteigerungen zwischen 5,7 und 10,7% bis Ende 2018 erreicht

Drei harte Verhandlungsrunden zwischen ver.di und dem Arbeitgeberverband BDSW hat es gedauert, bis wir zu einem Ergebnis gekommen sind. Immer wieder mussten wir die Arbeitgeber an ihre soziale Verantwortung erinnern und ihnen den Zusammenhang zwischen Nachwuchsmangel und schlechten Arbeitsbedingungen (Bezahlung und Arbeitszeit) aufzeigen.

Die Angebote der Arbeitgeber machten den Eindruck, als hätten sie die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt. Weder passten sie in die Tariflandschaft im Rest der Republik, noch waren es verantwortungsbewusste Lösungen für das Problem des Mitarbeitermangels und der damit verbundenen Fremdvergabe. Die Tarifkommission ließ aber nicht locker und erzielte mit der Unterstützung aktiver ver.di-Kolleginnen und -Kollegen, die sich an aufsehenerregenden Aktionen beteiligten, ein Ergebnis, das sich unserer Meinung nach sehen lassen kann.

Wir konnten sogar trotz Widerstand durch den BDSW eine neue Lohngruppe für Sicherheitsmitarbeiter in Flüchtlingsheimen einführen. Leider gelang es uns nicht, die Revierfahrer und Werkschutzfachkräfte deutlich besser zu stellen, haben aber die Hoffnung, dies in der nächsten Runde hinzubekommen.

Außerdem mussten wir uns darauf einlassen, dass die Löhne im Objektschutz erst wieder ab den 1.10.2019 steigen. Dies war die Kröte, die wir schlucken mussten, um die 10-Euro-Marke im Objektschutz zu erreichen.

Wir sind leider noch nicht in der Lage flächendeckend Betriebe zu bestreiken, um unsere Forderungen in Gänze durchzusetzen. Dies soll in der nächsten Runde anders werden.

Deshalb gilt weiter:

»Nur gemeinsam sind wir stark!« – werde auch du ver.di-Mitglied.

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